Bild zur Jahreslosung 2026 von Stefanie Bahlinger

Gedanken zur Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu !

Wieder gab es den Silvester-Countdown in vielen Ländern dieser Welt: 10, 9, 8, 7…. „Frohes neues Jahr“, - oder je nach Sprache: „Happy New Year“, „Bonne année“, „Feliz año nuevo“, etc. Wieder wurde der Start ins neue Jahr von Millionen Menschen welt­weit begeistert gefeiert. Immer um Null Uhr – aber in den verschie­denen Regi­onen der Welt zu unter­schied­lichen Zeiten. In Japan 8 Stunden vor uns – in Samoa 12 Stunden nach uns. Hier in Deutsch­land pünkt­lich am 1. Januar, um 0:00 Uhr mittel­euro­päischer Zeit.

Ist es nicht seltsam, dass man welt­weit so viele Hoff­nungen mit dem Jahres­wechsel verbindet? Dass viele mit ganz großen Erwar­tungen in das neue Jahr gehen? Obwohl sich erfahrungs­gemäß gar nicht so viel ändert, wie man sich erhofft. Klar, der Kalender ist neu. Aber sonst ???

Wie sehr würde ich mich freuen, wenn durch den Jahres­wechsel wirklich alles neu würde. Für meinen guten Freund, der seit Jahren nicht mehr schmerz­frei ist. Dass er mit dem Gong­schlag alle Schmerzen los­geworden wäre. Für meine Bekannten, die von der Trauer gelähmt sind, weil der Tod eines lieben Menschen eine riesige Lücke hinter­lassen hat. Dass Punkt Null Uhr die Trauer der Freude Platz gemacht hätte.

Die Jahreslosung für 2026 steht im letzten Buch der Bibel, der Offen­barung des Johannes und be­schreibt die größte und all­um­fassendste Er­neue­rung aller Zeiten. Es ist ein Wort Gottes aus der Zukunft für unsere Gegen­wart. Dieses Wort will trösten, ermu­tigen und moti­vieren, nicht aufzu­geben. Es ist die krönende Aussage von dem Gott, der allein Gott ist: „Siehe, ich mache alles neu!

Die beiden letzten Kapitel der Offen­barung (21 / 22) sind viel mehr als nur ein Licht­blick. Sie sind voll purer Herr­lich­keit. Die ganz wich­tige Nach­richt steht gleich am Anfang: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Das Welt­ende ist nicht das Ende. Gott schafft im Zerbruch der alten Welt seine neue Welt. Die Zukunfts­aussagen der Bibel enden nicht mit einer Horror­vision. Gott schenkt einen Neu­anfang:

Statt Dunkelheit – strahlende Herrlichkeit,
Statt Verzweiflung – echte Geborgenheit,
Statt Trostlosigkeit - Glückseligkeit.

Gott, der am Anfang Himmel und Erde geschaf­fen hat, schafft am Ende einen neuen Himmel und eine neue Erde. Die Heils­geschichte spannt einen Bogen vom Anbe­ginn der Schöpfung bis zur Neu­schöpfung. Das Neue ist quali­tativ allerd­ings nicht zu ver­gleichen mit unserer Welt, weil das Böse und die Vergäng­lichkeit in ihr keinen Platz mehr haben.

Ungezählte Maler haben versucht, diese zukünf­tige Wirk­lich­keit auf Lein­wand zu bannen. Die Decken­gewölbe vieler Kirchen wurden mit Moti­ven aus der Offen­barung aus­gemalt. Aller­dings über­steigt das, was Jo­hannes beschreibt, die Vor­stel­lungs­kraft und Phan­tasie auch der größten Künstler.

Trotzdem ist es nichts für Jenseits­träumer und Rea­litäts­flücht­linge. Schließ­lich handelt es sich nicht um einen Wunsch­traum oder eine Fata Morgana. Die Bot­schaft von Gottes neuer Welt ist nicht „Opium für das Volk“, das benebeln soll, sondern reale zukünf­tige Wirk­lich­keit. Das Wissen um Gottes Zukunfts­gedan­ken ist Kraft­zulage und Hoff­nungs­gut und weist die Resig­nation in die Schran­ken. Unsere Welt wird nicht immer besser – das Gegen­teil ist der Fall. Und wir schaffen nicht den Himmel auf Erden. Nur zu leicht wird der menschen­gemachte Himmel auf Erden zur Hölle. Aber Gott macht am Ende alles gut. Archi­tekt und Bauherr der zukünf­tigen Welt ist der leben­dige Gott selbst.

Auch wenn diese neue Lebens­wirklich­keit meine Vor­stellungs­kraft über­steigt: Ich bin so froh, dass Tränen, Leid und Tod nicht das Letzte sind. Wenn Gott alles neu macht, gibt es Glück ohne Ver­falls­datum, Freude pur und Leben ohne Begren­zung: Für immer und ewig. Darauf freue ich mich heute schon.


Ihr/Euer Ernst Günter Wenzler