
Gedanken zur Jahreslosung 2026
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu !
Wieder gab es den Silvester-Countdown in vielen Ländern dieser Welt: 10, 9, 8, 7…. „Frohes neues Jahr“, - oder je nach Sprache: „Happy New Year“, „Bonne année“, „Feliz año nuevo“, etc. Wieder wurde der Start ins neue Jahr von Millionen Menschen weltweit begeistert gefeiert. Immer um Null Uhr – aber in den verschiedenen Regionen der Welt zu unterschiedlichen Zeiten. In Japan 8 Stunden vor uns – in Samoa 12 Stunden nach uns. Hier in Deutschland pünktlich am 1. Januar, um 0:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Ist es nicht seltsam, dass man weltweit so viele Hoffnungen mit dem Jahreswechsel verbindet? Dass viele mit ganz großen Erwartungen in das neue Jahr gehen? Obwohl sich erfahrungsgemäß gar nicht so viel ändert, wie man sich erhofft. Klar, der Kalender ist neu. Aber sonst ???
Wie sehr würde ich mich freuen, wenn durch den Jahreswechsel wirklich alles neu würde. Für meinen guten Freund, der seit Jahren nicht mehr schmerzfrei ist. Dass er mit dem Gongschlag alle Schmerzen losgeworden wäre. Für meine Bekannten, die von der Trauer gelähmt sind, weil der Tod eines lieben Menschen eine riesige Lücke hinterlassen hat. Dass Punkt Null Uhr die Trauer der Freude Platz gemacht hätte.
Die Jahreslosung für 2026 steht im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes und beschreibt die größte und allumfassendste Erneuerung aller Zeiten. Es ist ein Wort Gottes aus der Zukunft für unsere Gegenwart. Dieses Wort will trösten, ermutigen und motivieren, nicht aufzugeben. Es ist die krönende Aussage von dem Gott, der allein Gott ist: „Siehe, ich mache alles neu!“
Die beiden letzten Kapitel der Offenbarung (21 / 22) sind viel mehr als nur ein Lichtblick. Sie sind voll purer Herrlichkeit. Die ganz wichtige Nachricht steht gleich am Anfang: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Das Weltende ist nicht das Ende. Gott schafft im Zerbruch der alten Welt seine neue Welt. Die Zukunftsaussagen der Bibel enden nicht mit einer Horrorvision. Gott schenkt einen Neuanfang:
Statt Dunkelheit – strahlende Herrlichkeit,
Statt Verzweiflung – echte Geborgenheit,
Statt Trostlosigkeit - Glückseligkeit.
Gott, der am Anfang Himmel und Erde geschaffen hat, schafft am Ende einen neuen Himmel und eine neue Erde. Die Heilsgeschichte spannt einen Bogen vom Anbeginn der Schöpfung bis zur Neuschöpfung. Das Neue ist qualitativ allerdings nicht zu vergleichen mit unserer Welt, weil das Böse und die Vergänglichkeit in ihr keinen Platz mehr haben.
Ungezählte Maler haben versucht, diese zukünftige Wirklichkeit auf Leinwand zu bannen. Die Deckengewölbe vieler Kirchen wurden mit Motiven aus der Offenbarung ausgemalt. Allerdings übersteigt das, was Johannes beschreibt, die Vorstellungskraft und Phantasie auch der größten Künstler.
Trotzdem ist es nichts für Jenseitsträumer und Realitätsflüchtlinge. Schließlich handelt es sich nicht um einen Wunschtraum oder eine Fata Morgana. Die Botschaft von Gottes neuer Welt ist nicht „Opium für das Volk“, das benebeln soll, sondern reale zukünftige Wirklichkeit. Das Wissen um Gottes Zukunftsgedanken ist Kraftzulage und Hoffnungsgut und weist die Resignation in die Schranken. Unsere Welt wird nicht immer besser – das Gegenteil ist der Fall. Und wir schaffen nicht den Himmel auf Erden. Nur zu leicht wird der menschengemachte Himmel auf Erden zur Hölle. Aber Gott macht am Ende alles gut. Architekt und Bauherr der zukünftigen Welt ist der lebendige Gott selbst.
Auch wenn diese neue Lebenswirklichkeit meine Vorstellungskraft übersteigt: Ich bin so froh, dass Tränen, Leid und Tod nicht das Letzte sind. Wenn Gott alles neu macht, gibt es Glück ohne Verfallsdatum, Freude pur und Leben ohne Begrenzung: Für immer und ewig. Darauf freue ich mich heute schon.
Ihr/Euer Ernst Günter Wenzler