Bild zur Jahreslosung 2024 von Stefanie Bahlinger

Gedanken zur Jahreslosung 2024

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

Friedrich der Große war zu Fuß unterwegs. Als ihn zwei Diener sehen, wollen sie sich erschrocken verstecken. Der König rennt ihnen nach und schlägt sie mit seinem Stock. „Nicht fürchten, lieben sollt ihr mich!“ ruft er dabei immer wieder. „Nicht fürchten, lieben sollt ihr mich!“

Gott macht es ganz anders. Er liebt uns. Einfach so. Aus purer Liebe. Denn für seine Liebe gibt es keine Begrün­dung. Außer: Aus Liebe!  „Gott liebt jeden ein­zelnen von uns so, als gäbe es außer uns nieman­den, dem er seine Liebe schenken könnte.“ So hat es der Kirchen­vater Augustin aus­gedrückt. Die von Gott mit allem und trotz allem Geliebten ruft er auf: „Alles was ihr tut, geschehe in Liebe!“ Eine ganz schöne Heraus­forderung. An vielen Stellen im Liebes­brief Gottes ist es dokumen­tiert: Typisch für Jesus­leute ist, dass sie lieben!

Wer die Sprache der Liebe Gottes verstan­den hat, ist Sprach­rohr dieser Liebe in einer liebe­leeren Welt. Wer sich durch die Gottes­liebe zurecht­bringen ließ, dessen Bio­graphie soll eine groß­ange­legte Liebes­geschichte werden. Wer die Liebe Gottes erfahren hat, dessen Leben soll eine große Liebes­erklärung an die von Gott geliebten Menschen sein. Das geht nur, wenn wir von seiner Liebe leben und seine Ver­gebung in Anspruch nehmen.

Liebe! - so lautet die großartige Vorgabe für alle Lieblinge Gottes, ob jung oder alt. Denn Liebe kennt keine Alters­begrenzung.
Liebe! - das ist die geforderte Abgabe / Hingabe von allen Geliebten Gottes, - ganz egal wie begütert sie sind. Denn Liebe ist keine Sache des Geldbeutels.
Liebe! - das ist die gemeinsame Aufgabe für alle, die die Macht der Liebe Gottes erfahren haben - ganz gleich, ob sie zu den Genies oder zur Durch­schnitts­intelligenz gehören. Denn Liebe ist keine Angelegenheit der Bildung.

Es muss kein Traum bleiben, dass Jesusleute am Liebhaben erkannt werden. Es muss nicht bei der Pfad­finder­parole bleiben, dass man jeden Tag eine gute Tat tun sollte. Es kann zur Revolution deines Christen­lebens kommen, wenn du zu lieben wagst.

Jeder neue Tag wird zum Abenteuer, wenn du keine Möglich­keit mehr aus­lassen willst, andere mit deinen Möglich­keiten zu lieben.

Ich mag den Leitspruch der Pastorin Monika Deitenbeck-Goseberg: „Wir sind dazu auf der Welt, um es anderen leichter zu machen zu leben, zu lieben, zu leiden und zu glauben.“ Was für eine große Berufung!


Ihr/Euer Ernst Günter Wenzler