Gott spricht: Ich will dich mit meinen Augen leiten. Psalm32.8
 

Denkanstoß zum Erntedank

Ich liebe das Erntedankfest. Es ist das Fest, das die Sinne anspricht und unsere Herzen erreichen will. Der Anblick der Früchte führt uns vor Augen, wie gut es uns geht. Der Duft der Äpfel, Birnen und des frischen Brotes sind eine Einladung zur Dank­barkeit. Gut, dass es diesen Tag gibt – als Denk­hilfe und Dankanstoß.

Jede Kartoffel ein handfester Beweis für Gottes Für­sorge. Jeder rot­backige Apfel eine Kost­probe seines Könnens und jedes frische Brot eine Demon­stration seiner Liebe. Und alles mit­ein­ander ein Argument gegen Angst und Sorge. So ist der ganze Gaben­tisch eine Liebes­erklärung Gottes an uns.

Aber ein Erntedanktisch ist kein Selbst­auslöser in Sachen Dank­barkeit. Es braucht den Ent­schluss unseres Willens. Immer wieder finden wir in den Psalmen, dem Gebets­buch der Bibel, die Formu­lierung: „Ich will dem Herrn danken ...“. Gern möchte ich Sie zu einem Experi­ment einladen. Nehmen Sie sich einmal zehn Tage nach­ein­ander fünf Minuten Zeit, um Gott zu danken. Sie werden staunen.

Martin Luther empfiehlt, die Gebets­zeit mit Dank zu beginnen. Seine Be­grün­dung: „Der Dank um die Wohltat macht das Bitten kühn und stark. Sonst ist das Gebet kalt und schwer, wenn das Herz nicht zuvor ent­zündet ist mit Kohlen der empfangenen Wohltat.“

Ich wünsche allen nicht nur ein schönes Ernte­dank­fest, sondern ein ge­trostes Gott-sei-Dank-Leben.


Ihr/Euer Ernst Günter Wenzler